Die Blaue Karawane auf der Breminale

Die Breminale ist ein 5-tägiges Open-Air-Festival, das jährlich im Sommer auf den Osterdeichwiesen stattfindet. Seit 1987 ertönt in inzwischen sieben Zelten vielerlei Musik. Eines der Zelte war in diesem Jahr (2012) das Bambuszelt der Blauen Karawane. In ihm fand sogar die Eröffnungsveranstaltung mit der Presse statt. Bambusbauten hatte es bei der Karawane bereits gegeben, ein so großes Zelt jedoch erst

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Demonstration zum 20. Behindertenparlament – Inklusion

Am 3. Mai 2012 fand in Bremen die Demonstration zum 20. Behindertenparlament mit dem Oberthema Inklusion statt. Inklusion bedeutet einen Schritt weiter als Integration, nämlich dass bereits der Zustand erreicht ist, dass jeder Mensch in seiner Individualität akzeptiert wird und in vollem Umfang an der Gesellschaft teilhaben kann, dass dieser ausgrenzende Zustand auch nicht mehr hergestellt wird. Wir versammelten uns

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Isolation und ihre Überwindung in Richtung Dazugehören

Isolation ist Folge von Körperbehinderung – wie Taub- oder Schwerhörigkeit (Nach der materialistischen Behindertenpädagogik ist Isolation der Kern von Behinderung.) – oder von Umgangsweisen zwischen Menschen. Das Wort kommt aus dem Italienischen isolare „isolieren“ und leitet sich von lateinisch insula „Insel“ her mit der ursprünglichen Bedeutung „zur Insel machen, etwas von allem anderen abtrennen“1. Diese Umgangsweise ist schmerzhaft und kann

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Weltnetzwerk von Psychiatrie-Betroffenen: „Unsere Rechte Realität werden lassen – Menschenrechte im Zeitalter der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen“

Iris Hölling, bisher im Vorstand des Weltnetzwerk von Psychiatrie-Betroffenen (WNUSP1), berichtete über die Weltkonferenz der WNUSP in Kampala, Uganda, im März 2009. Bei dem Vortrag im Haus des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) Ende Mai 09 war die Wandpräsentation schön freiheitsversprechend auf Bildhintergrund mit Himmel und Meer und blau angeordnet. Es ging um Realisierbarkeit unserer Rechte nach Ratifizierung der „UN-Konvention für

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20. Feb. 2017 Klinikum Bremen Ost will Behandlung zuhause

Endlich kann man sagen, will die Gesundheit Nord die Behandlung zuhause einführen. Die Zusammenarbeit in den Gremien mit der Klinik scheitert genau daran, dass alle Versuche dahin zu kommen bislang nicht umgesetzt wurden. Psychisch kranken Menschen fällt es oft sehr schwer, sich für eine Behandlung in der Klinik zu entscheiden. Die Situation stellt sich oft so dar, dass jemand seinen

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14. Feb. 2017 Vorwürfe auch von Bürgerschaftsabgeordneten

In der „Aktuellen Stunde“ der Bremischen Bürgerschaft am 14.02.2017 kommt, wenn auch spät, starke Unterstützung von den mit der Gesundheitspolitik befassten Abgeordneten. Spät, weil einige selbst Mitglieder der Besuchskommission sind und die Bürgerschaft sich durchaus früher z.B. mit dem Bericht der Besuchskommission hätte befassen können. Was bis jetzt geschah auf der EXPA-Hompage zusammengefasst: http://blog.expa-trialog.de/posts/4084 „Mißstände in der klinischen Psychiatrie beenden

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7. Feb. 2017 Reaktion der Gesundheitssenatorin

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Aber der mutige Einsatz von Detlef und Gerlinde hat nun endlich etwas bewirkt. Fixierungen, Sedierungen und mindestens zwei Suizide sorgen für eine erneute Diskussion um die Zustände im Klinikum Bremen-Ost. Die Klinikleitung bestätigt die Einschätzung der Patientenfürsprecher. Auch die erneuten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Suizids von Melissa B. tragen zu dem negativen

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Gift – die Geschichte der Gesche Gottfried als Graphic Novel

Still, alles still, als wär die Welt tot. Georg Büchner, Woyzeck 2010 erschien das Buch „Gift“, mit Text arrangiert von Peer Meter und Zeichnungen von Barbara Yelin. Darin wird der Prozess gegen Gesche Gottfried dargestellt wegen der von ihr ausgeübten Mordserie – geschehen in Bremen von 1813 bis 1827. Die Rahmenerzählung gibt eine Reiseschriftstellerin, die zufällig am Tag vor der

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Olympe de Gouges – behindert und ermordet durch die Verhältnisse

Olympe de Gouges (1748 – 1793), eine revolutionäre Schriftstellerin der Französischen Revolution, ist die Ahnfrau des Feminismus. Sie ist und bleibt auch heute eine bizarre und widersprüchliche Gestalt. Bis heute ist ein Wunschtraum von ihr nicht voll realisiert: die volle Anerkennung der Frau als Subjekt und als gleichberechtigtes Individuum. De Gouges wurde am 7. Mai 1748 in Montauban im okzitanischen

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Bewundernswerte Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken

Daniel Paul Schreber (1842-1911), Sohn des Schrebergarten-Erfinders, wurde in seiner Karriere durch einen religiösen paranoiden Wahn behindert. Trotz einer Nervenkrankheit Oktober 1884 arbeitete er noch sieben Jahre als Landesgerichtsdirektor in Leipzig und wurde 1893 zum Senatspräsidenten im Oberlandesgericht in Dresden befördert. Dies führte zu einer schweren Dauerkrise. Schrebers Aufenthaltsort 1894 bis 1902, die erste „Königlich Sächsische Heil- und Verpflegungsanstalt Sonnenstein“

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Behindertenbeauftragte – Bremer Erklärung zur Weiterentwicklung der Psychiatrie

Es kommt jetzt starke Unterstützung für unsere Belange auch von Seiten der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder. Hier ein Auszug aus dem Newsletter ‚INFO LBB 29 – Sonderausgabe zur „Bremer Erklärung“‚ des Bremer Landesbehindertenbeauftragten. Darin wird über das 52. Treffen der Beauftragten des Bundes sowie der Länder für die Belange behinderter Menschen berichtet, dass am 03. bis 04. November

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Psychiatrie 2.0 Auftaktveranstaltung der 2. Reihe in Bremerhaven

Mit der 2. Veranstaltungsreihe zur Bremer Psychiatrie möchte die Senatorin  für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz den fachöffentlichen Diskurs über die zukünftige Ausgestaltung der psychiatrischen Angebote und Strukturen weiterführen. Die Auftaktveranstaltung am 27. April 2014, 14 – 17 Uhr findet im Schifffahrtsmuseum Bremerhaven statt. Anmeldung ist erforderlich. Genaueres findet ihr im Flyer