Archives


Komplett überarbeitete Zweitauflage des Statt Psychiatrie-Buches im Antipsychiatrieverlag

Wenn mensch dieses fast 500 Seiten schwere Buch in die Hand nimmt, strahlt einen der goldene Umschlag mit den Bildern der 61 AutorInnen an. Die beiden Herausgeber sind mit dabei: Peter Lehmann betreibt seit 1986 den Antipsychiatrieverlag und ist Mitglied im International Network Toward Alternatives and Recovery (INTAR). Letzteres hat Peter Stastny, der in New […]


„Recovery – Das Ende der Unheilbarkeit“ – zentrale Botschaft des Buches ist: „Schizophrenie ist heilbar“

„Recovery – Das Ende der Unheilbarkeit“, ein sehr engagiertes Buch von zwei ebensolchen Frauen und empfohlen von der World Psychiatric Association1 (WPA), ist 2012 in der fünften, stark erweiterten Fassung erschienen. Das Buch mit seinen fast 400 Seiten bietet einen einmaligen, umfassenden Überblick über verschiedene Bewegungen und Initiativen, die weltweit von Menschen mit psychosozialen Gesundheitsproblemen […]


stundenlang Frühling – „Ohne Mut ist vieles nicht möglich“

Karla Kundisch, eine rege Selbsthilfeaktivistin, für Sachsen im Vorstand des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener (BPE) und Mitinitiatorin des „Selbsthilfenetzwerk für seelische Gesundheit“, Sachsen, ist nebenbei – und manchmal gar nicht nebenbei – Dichterin. Künstlerin ist frau ja eigentlich nonstop – wenn schon, denn schon. Auch Malerin ist Karla Kundisch; der Ausschnitt eines Bildes auf dem Umschlag zeigt […]


Gift – die Geschichte der Gesche Gottfried als Graphic Novel

Still, alles still, als wär die Welt tot. Georg Büchner, Woyzeck 2010 erschien das Buch „Gift“, mit Text arrangiert von Peer Meter und Zeichnungen von Barbara Yelin. Darin wird der Prozess gegen Gesche Gottfried dargestellt wegen der von ihr ausgeübten Mordserie – geschehen in Bremen von 1813 bis 1827. Die Rahmenerzählung gibt eine Reiseschriftstellerin, die […]


Selbsttherapie durch Schreiben bei Karl May

Die Selbstbiographie von Karl May wurde 1910 publiziert. 1982 wurde sie mit Fußnoten – diese allein 170 S.! – und Nachwort neu aufgelegt. Das Buch war relativ schwer zu lesen. Zum Großteil fühlte ich mich in dem triefenden Selbstmitleid Mays fast ertränkt. Die Fußnoten waren in ihrer umfassenden Gründlichkeit der Recherche am spannendsten. Karl May, […]


Bewundernswerte Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken

Daniel Paul Schreber (1842-1911), Sohn des Schrebergarten-Erfinders, wurde in seiner Karriere durch einen religiösen paranoiden Wahn behindert. Trotz einer Nervenkrankheit Oktober 1884 arbeitete er noch sieben Jahre als Landesgerichtsdirektor in Leipzig und wurde 1893 zum Senatspräsidenten im Oberlandesgericht in Dresden befördert. Dies führte zu einer schweren Dauerkrise. Schrebers Aufenthaltsort 1894 bis 1902, die erste „Königlich […]