Woche der seelischen Gesundheit 2017

Wie willst Du leben?
Immmer perfekter oder entspannt in Teilhabe?

Unter diesem Motto steht die diesjährige Woche der seelischen Gesundheit mit Veranstaltungen vom 9. – 14. Oktober

  • Wir als EXPA widmen uns wieder der Frage wie wir selbst aktiv werden können. Durch Selbstakzeptanz aber vor allem die Selbstwahrnehmung zu stärken, eigene Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu erfüllen.
    http://blog.expa-trialog.de/events/4397
  • Ein ähnliches Thema verfolgt die Veranstaltung radikale Selbstakzeptanz – ein Anfang zur Veränderung.
    14. Oktober 17:00, Nahbei (s. Broschüre)
  • Heike Oldenburg hat die Regisseurin eingeladen und zeigt den Dokumentarfilm „FUNTIONIEREN“. Im Film erzählen Betroffene von ihren persönlichen Erlebnissen und Fachleute berichten von ihren Erfahrungen und Kenntnissen.
    http://blog.expa-trialog.de/events/4404
  • Wie es sich wohl sein lassen? – Recovery in verschiedenen Lebensgeschichten
    http://blog.expa-trialog.de/events/4401
  • In einer sehr engagierten Veranstaltung will die psychiatriekritische Gruppe Licht in das Dunkel der forensischen Psychiatrie bringen:
    http://blog.expa-trialog.de/events/4436

 

Ein genauer Blick in die Broschüre mit dem vollständigen Programm der Woche in Bremen lohnt sich auf jeden Fall. Insbesondere wer nach neuen Wegen sucht, unter Umständen in oder nach einer schwierigen Lebenssituationen. Aber auch wer soziale und gesellschaftliche Bedingungen verstehen und verändern möchte.

So stehen am Anfang der 8. Woche der seelischen Gesundheit Vorträge über unseren Lebensstil, Gespräche über das Älterwerden, Diskussionen über eine sozial gerechte und entwicklungsfördernde Wirtschaftspolitik. Es werden in der Woche nicht nur Fragen gestellt, sondern auch zahlreiche Anregungen gegeben, wie wir unser Leben selbst gestalten, uns vor Depressionen schützen und Ängste bewältigen können; wie wir selbst aktiv werden können mit „musikalischer Psychohygiene“ und „radikaler Selbstakzeptanz“.

(s. Eröffnungsveranstalung Kulturambulanz)

 


Das Spannungsfeld zwischen Fit- und Schön-Sein, zwischen „Gesundheitswahn“ und „ungesundem Lebenswandel“ wirft Fragen auf.

Führt der Weg zum Erfolg über immer mehr Leistung und perfektem Aussehen, über immer mehr Konsum (z.B. Rauchen, Alkohol, Essen, Fasten, Kaufen, Tabletten)? Macht dieses sehr individuelle Streben nach einem perfekten Leben auf der anderen Seite einsamer? Verlieren wir immer mehr unsere innere Bindung, um die äußeren Erwartungen zu erfüllen?

Und was heißt es für die Menschen, die den Erwartungen und Anforderungen nicht entsprechen wollen oder können?

Die derzeit – in Fachkreisen – vielbesungene Teilhabe könnte ein Gegengewicht zu diesem individualistischen Lebensstil sein.

Was aber bedeutet das Leben in der Gemeinschaft im Konkreten? Gemeinschaft erfahren, jenseits von Leistungsdruck und Konkurrenz, in welchen Feldern gelingt es besonders gut. lm Stadtteil, in der Kunst, in der Familie, beim Sport? Wie viel Bildung brauchen wir, um teilnehmen zu können? Welche Wege nutzen wir alle, um „entspannt“ dazu zu gehören?

(s. Aufruf zur Woche der Seelischen Gesundheit 2017)

Die „Bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober in vielen Städten und Regionen in ganz Deutschland statt. In der Broschüre zur Woche der seelischen Gesundheit von DGSP und Gesundheit Nord finden sie das vollständige Programm der Woche in Bremen.

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