1. März 2017 Forensische Psychiatrie am KBO – Vorwurf der Schikane

Am Bremer Landgericht wird ein Fall verhandelt, der sich in der forensischen Psychiatrie zugetragen hat. Nach Aussage von Patienten war zum Zeitpunkt der Tat kein Pfleger oder Pflegerin auf der Station anwesend. Das Personal hätte die Tat möglicherweise auch nicht verhindert. Aber Hilferufe werden u.U. eher gehört worden.

Derzeit gibt es sehr viele Beschwerden auch von Patient*innen der Forensik. Die Psychiatriekritische Gruppe setzt sich derzeit schon ehrenamtlich mit den Betroffenen zusammen, nimmt deren Beschwerden auf und bringt sie bei der Besuchskommission sowie der Fachaufsicht bei der Gesundheitssenatorin ein. Patienten beklagen sich z.B. dass Familienbesuche abgelehnt werden obwohl sie gerichtlich eine Lockerungsstufe zuerkannt bekommen haben, die ihnen das erlaubt. Die Beschwerden sind sehr differenziert auf einzelne Mitarbeiter*innen oder bestimmte Stationen bezogen. Von den Beschwerdeführer*innen wird andererseits auch die positive, verständnisvolle Haltung anderer Mitarbeiter hervorgehoben.

Die Besuchskommission setzt sich deshalb u.a. für eine* zusätzliche*Fürsprecher*in am Klinikum Bremen Ost ein, der/die in erster Linie für die Forensik zuständig sein soll. Demnächst sind Gespräche auf Leitungsebene der Forensik vorgesehen um Licht in das Dunkel zu bringen. Durch das aktuelle Gerichtsverfahren ist jetzt auch das Medieninteresse für die Forensik geweckt:

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