Notfallpass für Menschen mit Psychiatrieerfahrung

Detlef Tintelott hat im Bremer Fachausschuss Allgemeinpsychiatrie den vom Landesverband der Psychiatrieerfahrenen und der Initiative heraus gegebenen Notfallpass vorgestellt. Der Fachausschuss spricht sich dafür aus, dass alle Institutionen des Bremer psychiatrischen Hilfesystems die abgestimmte, einheitliche Version verwenden sollen. Auch einige angesprochene Ärzte sehen die Verwendung des Passes positiv.

Der Notfallpass für Menschen mit Psychiatrieerfahrung ist erhältlich

  • über den
    Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
    Züricher Str. 40,
    28325 Bremen
    Tel: 0421/40989347

    Homepage LPE
    vorstand.lvpe-hb(at)gmx.de
  • bei den sozialpsychiatrischen Trägern des betreuten Wohnens usw.
  • bei der Arbeitstherapie im Klinikum Bremen Ost (Haus 8)
  • im Flyerständer im Gesellschaftshaus (Haus 17) des Klinikum Bremen Ost

Der Pass wird auf hellblauem Papier gedruckt und mit einem erklärenden Begleittext ausgegeben.

Wichtig ist es, den Notfallpass immer bei sich zu tragen, am besten in der Brieftasche. Er soll helfen, die Behandlung in Situationen zu vereinfachen, in denen eine direkte Kommunikation mit den Patienten schwer oder unmöglich ist. Wichtige Informationen über den Patienten bzw. die Patientin sind damit auf einen Blick verfügbar. Schockzustände durch bei Gabe von unverträglichen Medikamenten und andere bedrohliche Situationen können mit dem Pass verhindert werden.

Vor allem die Adresse des behandelnden Arztes erleichtert die schnelle Rückfrage im Notfall. Der Hinweis auf die aktuelle Medikation ist nur wirksam und gültig mit dem Stempel des behandelnden Arztes.

Klar ist, dass in Krisensituation insbesondere bei den behandelnden Ärzten oder sonstigen Fachkräften keine rechtsverbindliche Handlungsanweisung aus dem Notfallpass abgeleitet werden, sondern nur ihre Arbeit im Sinne der Patienten erleichtert werden soll.

 

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